habe mich nun lange ausgeschwiegen, die letzte zeit war eben stressig hier. bin jetzt auch einmal in israel gewesen, zum drehen eines workshops...und ich sage euch, das war fast wie urlaub.
mal aus der tristess von ramallah, ja der ganzen westbank rauskommen, den staub und dreck, das ungeordnete und quirlige, das zerfallene und improvisierte mal hinter mir lassen.
ich fand mich in einer gepflegten bungalowanlage wieder, in einem kleinen dorf im herzen israels. klimatisierte unterkunft, eine dusche mit richtigem wasserdruck (und nicht nur mit plaetschernde tropfen) und vor allem gruen. gruene pflanzen unterschiedlicher schattierungen, blueten- und kraeuterduft. die ganze anlage war begruent und gepflegt. meine augen haben sich entspannen koennen, von dem staubigen gelb von ramallah, mit seinen silbrigen olivenbaeumen als einzige farbliche abwechslung. es gab zwar viel zu tun, aber das feeling von subtropen und westlich gepflegter urlaubsanlage hat mich jeden stress vergessen lassen. mir ist es beim letzten aufenthalt 2005 schon aufgefallen: so muessen sich die westdeutschen gefuehlt haben, wenn sie den tristen osten wieder gen westen verlassen konnten. nur das ich wieder in den tristen osten zurueck bin, und jetzt fuer euch schreiben kann. freue mich schon auf meinen naechsten ausflug, rueber, in den westen, wo alles bunter und schoener und gepflegter ist...

hab dafuer mal ne karte von ramallah ausfindig gemacht, gibt ja nicht wirklich viele, und wenn, dann sind sie vom israelischen militaer...
mein haus ist zumindest eingezeichnet, mein buero liegt leider ausserhalb der karte, wer mich also mal spontan besuchen kommen will, der weiss jetzt, wo und wie er/sie mich finden kann ;-)
die busse aus jerusalem kommen uebrigens oestlich vom manarah-square (zentrum) an.
